Weihnachtsfeier 2012 des Chores in Paulusgemeinde

Auftreten bei dem "Tag der Heimat am Klieversberg" am 09.09.2012

Das ist die lange Tradition, dass der "Chor der Russlanddeutschen" an dieser Gedenkfeier teilnimmt. Am 9 September am Klieversberg war es wieder soweit. Das Leitwort für das Jahr 2012 lautet diesmal: „Erbe erhalten - Zukunft gestalten“

Unser Chor hat auch zwei Lieder gesungen, die die Heimatgefühle erwecken sollten. Das ist dem Chor ja auch voll gelungen. Perfektes Wetter, freundliche Zuschauer, das Vertreten mehreren Landsmannschaften vom Bund der Vertriebenen mit Fangen am Denkmal, darunter auch der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, die Rede der Stadtvertreterin Angelika Jahns, alles das hat den guten Eindruck hinterlassen, dass die Erbe der Vertriebenen, ihr Leid und Not bei der Vertreibung weiterhin bekannt und anerkannt bei den nächsten Generationen bleiben.

Die zentrale Gedenkfeier der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland am 1 September 2012

Es ist schon wieder unserem Chor eine Ehre erwiesen worden, bei der grpßen Veranstaltung in Friedland zusammen mit zwei weiteren Chören aus Osnabrück und Hannover gemeinsam zu singen.

Die Lieder wurden den folgenden Ereignissen gewidmet :

 

 •  Dem 75. Jahrestag des „Großen Terrors“ in der Sowjetunion der Jahre 1937 und 1938, dem etwa 55.000 Deutsche des Landes zum Opfer fielen. Unter dem Terror dieser Jahre hatten alle Völker der Sowjetunion zu leiden, in besonderem Maße aber Minderheiten wie Polen, Deutsche, Letten oder Finnen.

•  Und dem 70. Jahrestag der Mobilisierungen von deutschen Frauen und Männern für die Zwangsarbeitslager der so genannten Trudarmee. 

Reise nach Kanada und USA im Juni 2012

Helmut Kies kommt aus dem Gebiet Odessa in der Ukraine, hier ist er aber mit der Frau und Freunden in Odessa in USA, Staat Washington.

                         Odessa in Washington, USA

 

Bei der Reise durch Kanada und USA haben wir, Helmut und Lydia Kieß aus Wolfsburg so wie Ernst und Melitta Beierbach aus Hannover, die Stadt Odessa in Washington USA, am 12./13. Juni, besucht. Schon bei der Anfahrt auf der Bundesstrasse 28 hat die Gegend ähnliches mit Odessa, Ukraine. Das Land ist leicht hügelig ohne Wald. Die weiten Felder sind bestellt. Bei der Ankunft empfing uns das Ortsschild „Entering Odessa“ und gleich da hinter ein großes Schild „Willkommen zum Odessa Deutschesfest, Sept. 14-15-16“. Daneben zwei „Figuren, Mann und Frau“ in der deutschen Tracht. Die breite durchgehende Straße ist mit schönen Häusern, mit Vorgärten mit Blumen, gesäumt. Es macht einen richtig einladenden Eindruck, aufgeräumter und sauberer als die andere Orte, die wir durchquerten. Es ist schon ein bekanntes Bild aus Russland, dass die deutsche Siedlungen schon von aussehen erkennbar sind. Wir hielten vor einem Supermarkt und kamen ins Gespräch mit Einwohnern. Mit der Deutschen Sprache ist wenig anzufangen. Es sind einige ältere die unsere Russlanddeutsche Sprache noch im Ansatz haben aber für ein Gespräch nicht ausreichend. Uns wurde vorgeschlagen mit den Wohnmobilen zu Nacht im Besucherpark zu bleiben. Als wir an dem Park anhielten und uns umschauten, da kam ein Mann auf uns zu und begrüßte uns. Er stellte sich vor, Doug Plinski, und sagte, er sei der Bürgermeister. Er hätte gehört, dass hier Deutsche eingetroffen sind und wollte sich informieren. Bot uns auch gleich an auf der Wiese zu parken, falls wir zu Nacht bleiben wollen und wen wir Fragen oder Wünsche haben, ist er gerne bereit zu helfen. Bevor wir uns verabschiedeten bot er uns am nächsten Morgen im Pressehaus vorbeizuschauen. Wir bedankten uns für Gastfreundlichkeit und sind dann noch durch die Strassen gegangen, die wie auf einem „Schachbrett“ angelegt sind, mit schönen Wegen und Vorgärten. Nach so einem freundlichen Empfang hatten wir auch eine geruhsame Nacht in Odessa verbracht.

Am nächsten Morgen wurden wir im Pressebüro von Chefredaktorin, Terrie Schmidt-Crosby, der Lokalen Zeitung “The Odessa Record“ empfangen. Sie sprach fließend Deutsch und meinte, dass Sie 5 Jahre in Deutschland war. Bei dem Gespräch haben wir erfahren, dass die Siedlung 1902 gegründet wurde und die ersten Siedler waren Wolgadeutsche aus dem Dorf Frank von der „Bergseite“ an der Wolga. Später kamen auch Schwarzmeerdeutsche dazu. Heute leben mehr als 900 Personen, die meisten mit Russlanddeutschen-Abstammung. Es hat die Presse sehr beeindruckt, dass auch wir Russlanddeutsche sind und noch dazu bei Odessa, Ukraine 1943 geboren. Wir meinten, dass wir schon bei der Planung unserer Reiseroute so gelegt hatten, dass wir auch durch Odessa kommen, um den Ort kennen zu lernen. Wir erzählten von unseren Landsleute aus Deutschland und Russland, auch von unserer Landsmannschaft. Der Redakteurin ist das Informationsblatt „Volk auf dem Weg“ bekannt. Vom 14 –bis 16. September findet in Odessa ein „Deutsches Fest“ statt, zudem wir auch herzlich eingeladen wurden. Leider haben wir bedauert, dass wir nicht dabei sein können aber vielleicht ergibt es sich beim nächsten Mal. Nach ca. einstündigem Gespräch nahmen wir Abschiedet. Als Erinnerung wurde uns ein Wandteller mit Wappen von „Odessa Washington“ geschenkt. Nach einem kurzen Trip durch die Souvenirgeschäfte verließen wir Odessa in Richtung Seattle. In der Lokalen Zeitung, in Odessa, wurde auch ein Bericht von unserem Besuch gebracht. Ja, es war ein einmaliges Erlebnis.

  

Helmut Kieß

 

 

8 März - der Frauentag!