Unser Verein

Wir freuen uns immer über neue Mitglieder, die frischen Wind in unsere Reihen bringen. Kommen Sie doch einfach einmal vorbei - wir würden uns freuen, Sie kennen zu lernen!

Wir treffen uns regelmäßig zu der Vorstandssitzung zu den unterschiedlichen Veranstaltungen. Hier tauschen wir uns aus, sitzen gesellig zusammen und treffen für unseren Verein wichtige Entscheidungen. Wir freuen uns, wenn Sie einmal dazu stoßen und an einer regen Diskussion unter Freunden teilnehmen.

Das Ehepaar Kieß feiert ihre goldene Hochzeit!

Ehepaar Lydia und Helmut Kieß - Träger der goldenen Ehrennadel der                   Landsmannschaft feiern am 4. Dezember 2016 Ihre  

goldene Hochzeit.

Das Ehepaar Kieß ist seit Jahrzehnten eng mit der Landsmannschaft und  der Ortsgruppe Wolfsburg verbunden. Die Ortsgruppe  ist seit ihrer Gründung im  Oktober  1957, bis heute eine von  den  aktivsten  Ortsgruppen der Landsmannschaft  in Niedersachsen. Seit den 70. Jahren trug zu diesem Erfolg auch das Ehepaar Kieß bei.  Familie Helmut Kieß kam 1976 auf  dem Wege der Familienzusammenführung nach Deutschland. Der Vater, Johann Kieß, der nach der Entlassung 1946  aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft, hatte sich im Raum Wolfsburg bei seiner Schwester niedergelassen. Er war Mitbegründer der Ortsgruppe Fallersleben im September 1957 und dessen Vorsitzender  bis zu Eingliederung 1972 in die Ortsgruppe Wolfsburg durch die Gebietsreform. Der Vater war auch aktiv auf der Landes - und Bundesebene der Landsmannschaft. So lag es  auf der Hand, dass der Sohn, Helmut Kieß vom ersten Tag für die Landsmannschaft sich interessierte. Helmut Kieß, geb. 1943 in Klein-Glückstal, Geb. Odessa,  wurde 1977   in den Vorstand der Landsmannschaft der Ortsgruppe Wolfsburg  gewählt und  begleitete verschiedene Funktionen. Von 1982 bis 1986 war er Landesvorsitzender  der Landesgruppe Niedersachsen. Außer organisatorischen Angelegenheiten bei den Ortsgruppen auf Landesebene, stand die Familienzusammenführung  ganz oben auf der Prioritätenliste.  Zu dieser Zeit war der Zuzug der Spätaussiedler aus der Sowjetunion  fast auf den Nullpunkt  gesunken.  Es gelang ihm einen Weg zu finden,  um Gruppenreisen in die Sowjetunion zu organisieren. Diese Reisen gaben eine Möglichkeit  auf ein Wiedersehen mit den Verwandten und   Kontaktpflege. Die Reiseziele wurden bewusst  in die Ballungsorte der Russlanddeutschen in der ehemaligen Sowjetunion  gelegt, wie z. B. Alma Ata (Almaty), Karaganda, Duschanbe, Frunse (Bischkek), Taschkent, um die Besuchswege mit Verwandten so kurz wie möglich zu halten. Besonders dankbar waren die älteren Landsleute für so eine Möglichkeit des Wiedersehens mit Kindern. Das war seine Herzensangelegenheit, denn er hatte seinen Vater selbst 30 Jahre nicht sehen dürfen und wusste was  ein Wiedersehen bedeutet. Außerdem  liegt ihm auch die Geschichte der Russlanddeutschen am Herzen. Er inserierte eine Rubrik in Volk auf dem Weg   „ Auf der Suche nach den Vorfahren“. Dadurch  gab es zahlreiche Kontakte  und Materialaustausch für die interessente Landsleute. Durch die Kontakte mit Historikern, wie Prof. Miller in USA, Norddakota und Dr. A. Eisfeld in Göttingen,  wurde einigen Landsleuten geholfen, in ihre Familiengeschichte,  weiter zu kommen.  In all den  Jahren bis heute ist er unermüdlich für die Belange unserer Landsleute im Einsatz. Er hält Vorträge über die Geschichte der Russlanddeutschen. 2006 wurde ihm die goldene Ehrennadel, die höchste Auszeichnung der Landsmannschaft, verliehen.     Seine Frau Lydia Kieß, geb. Trippel, ist 1947 in Jaschkino, Gebiet Kemerowo geboren. Sie  war von  1977 - bis 1991 im Schuldienst als Lehrerin in Wolfsburg tätig. Seit 1978 bis 1991 war sie Fachreferentin für Aussiedlerfragen an den Schulen in Wolfsburg  verantwortlich.  Für diese Arbeit bekam sie Anerkennung nicht nur von der Landsmannschaft vor Ort sondern auch von der Stadt Wolfsburg. Bei den Schülern und  Eltern  war sie sehr beliebt. Lydia Kieß  hatte  von 1976 bis 1995 im „Arbeitskreis für Aussiedler aus Russland und osteuropäischen Staaten“  in Wolfsburg für schulische Belange mitgearbeitet.  Sie hielt Vorträge über das Schulsystem in Deutschland bei den landsmannschaftlichen Veranstaltungen. 2008 wurde Lydia Kieß in den Vorstand der Ortsgruppe der Landsmannschaft gewählt und hatte das Ehrenamt bis 2011 als Organisationsleiterin inne. Seit 1977 ist sie Mitglied der Landsmannschaft und seit 2015 Trägerin der goldenen Ehrennadel. Das  Ehepaar Kieß ist stets bemüht  für ein  schnelles Einleben der Landsleute  und unterstützt bis heute mit Rat und Tat die Ortsgruppe.  Sie waren auch Mitbegründer 1983 des  Chores „der Deutschen aus Russland in Wolfsburg“, in dem sie  jahrelang Vorsitzende waren und bis heute wesentlich den Chor prägen. Über die Geschichte der  Familie Helmut Kieß  und das gelungene Einleben hier in Deutschland  wurde am 14. April 1989  ein Dokufilm im NDR  in der Rubrik „Gott und die Welt“  gesendet. Das Schicksal der Familie Kieß und Trippel ist auch im Museum Friedland als Zeitzeugen dokumentiert. Bei diesem Projekt  „Museum Friedland“  in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte „EXPONAUTEN“  unter der Leitung von Dr. Baur wirkte das Ehepaar aktiv mit. Wir sind stolz und dankbar, dass wir solche Landsleute haben und wünschen dem Ehepaar Lydia und Helmut Kieß zu Ihrem Ehrentag, der goldenen Hochzeit, weiterhin  Gesundheit und alles Gute. 
                                                                                                                                 Der Vorstand